Einladung zur Veranstaltung

Zwischen Kampfeslust und Bewegungsfrust
Emanzipatorische Fortschritte durch sozialen Protest?

Soziale Bewegungen gab es schon immer - und es gibt sie auch heute überall. In Göttigen gibt es derzeit beispielsweise Menschen, die sich gegen Bildungsabbau einsetzen und an der Uni Göttingen einen Streik organisieren. Oder solche, die gegen den Sozialabbau mobilisieren und sich beispielsweise im „Bündnis gegen Sozialkahlschlag“ organisieren. Einge versuchen, innerhalb dieser und anderer Bewegungen herrschaftskritische Momente einzubringen. Viele, meist Linke, wenden sich von den Bewegungen ab, weil sie dort lediglich rückwärtsgewandtes Gedankengut erkennen können. Oder weil „man da ja sowieso nichts machen kann“.

Die Frage, ob sich emanzipatorische Fortschritte durch sozialen Protest erreichen lassen, ist also heiß umstritten: Sind es tatsächlich soziale Bewegungen, die die Welt wirklich verändern? Oder dienen sie lediglich einer Festigung der jeweiligen Herrschaftsstrukturen? Lohnt sich der ganze Aufwand, den ein Engagement mit sich bringt, überhaupt? Und wenn, welche Bedingungen müssen innerhalb so einer Bewegung eigentlich vorliegen? Was soll erreicht werden - und welche Mittel sind dafür geeignet?

Darüber wollen wir mit Christoph Spehr und allen, die sich an sozialem Protest beteiligen, diskutieren.

Diskussion mit Christoph Spehr (Autor, Bremen)
Donnerstag, 18.12.2003, 19:30 Uhr, Arbeit und Leben, Lange Geismarstraße 72 (2. Haupteingang)

Schöner Leben Göttingen